Kaffee aus fairem Handel ... mit gutem Gewissen genießen

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Fair einkaufen - aber wie? Der Ratgeber für fairen Handel
Fair einkaufen - aber wie?
Der Ratgeber für fairen Handel

Kaffee ist weltweit eines der gefragtesten Handelsgüter überhaupt. Es lässt sich also eine Menge Geld mit den beliebten Bohnen verdienen. Die Kaffeebranche boomt wie nie zuvor. Und dagegen ist ja grundsätzlich erst einmal auch gar nichts einzuwenden. Wenn das viele Geld jedoch primär in die Taschen der großen, mächtigen Konzerne und profitgierigen Plantagenbesitzer fließt, dann bekommt der Kaffee einen ziemlich bitteren Beigeschmack.

Ist Profitgier im Spiel leiden schließlich nicht nur die kleinen Kaffeebauern und Plantagenarbeiter, sondern meist auch in erheblichem Maße die Natur. Wer immer mehr und immer schneller ohne Rücksicht auf Verluste produzieren möchte, greift nämlich leider zu immer mehr Pestiziden und baut ausschließlich Monokulturen an, die der gesamten Umwelt schaden.

Kaffee pflücken statt lesen lernen ...

Viele Menschen, die für uns in den Entwicklungsländern den Kaffee anbauen, pflegen und ernten, werden leider auch heute noch gnadenlos ausgebeutet. Während wir hier in Deutschland durchaus bereit sind, für ein einziges Kilo Kaffee locker bis zu 80 Euro zu bezahlen, verdienen Kaffeebauern und Plantagenarbeiter häufig gerade einmal 4 Euro am Tag. Und diese knappen Verdienste sind obendrein oft nur dann zu erreichen, wenn alle in der Familie mithelfen. Statt die Schule besuchen, müssen viele Kinder und Jugendliche dabei helfen, die Kaffeebohnen für uns zu pflücken.

Wußtest du, dass eine Kaffeekapsel im Schnitt nur 5 Gramm Kaffee beinhaltet? Hast du mal hochgerechnet wie viel Euro du auf diese Weise für deinen Kaffee ausgibst? Dann ist es doch nur recht und fair, wenn die Kaffeebauern für ihre Arbeit einen angemessenen Lohn erhalten.





Wie kann ich fair gehandelten Kaffee von konventionell gehandeltem Kaffee unterscheiden?

Wenn du deinen Kaffee wirklich mit gutem Gewissen genießen möchtest, solltest du konsequenterweise künftig nur noch Kaffee von Unternehmen kaufen, die ausschließlich fair gehandelten Kaffee vertreiben. Kaffee-Produkte von Großkonzernen, die mit 5% fair gehandeltem Kaffee lediglich ihr Image ein bisschen aufbügeln wollen und diese 5% dabei auch noch an die große Glocke hängen, solltest du künftig einfach von deinem Einkaufszettel streichen. Wahrscheinlich ist dies der einzige Weg, der auf Dauer dazu führen könnte, dass sich die Arbeitsbedingungen auf den Kaffeeplantagen im großen Stil zum Guten verändern.

GEPA Orgánico Bio-Kaffee aus Mexiko 100% Arabica aus fairem Handel
GEPA Orgánico
Bio-Kaffee
aus Mexiko
100% Arabica
aus fairem Handel

Der erste fair gehandelte Kaffee wurde in Deutschland schon im Jahre 1973 verkauft. Dieser wurde seinerzeit durch das 1959 gegründete niederländische Unternehmen S.O.S. Wereldhandel eingeführt, eine Organisation, die heute unter dem Namen Fair Trade Original agiert.

Bereits zwei Jahre später wurde in Deutschland die GEPA gegründet und zahlreiche Dritte-Welt-Läden öffneten ihre Pforten. Der Name GEPA ist übrigens die Abkürzung für den langen Namen: GEsellschaft zur Förderung der PArtnerschaft mit der Dritten Welt mbH.

Die weltweite Vernetzung und zahlreiche Reportagen haben im Laufe der vergangenen Jahre dazu geführt, dass heute immer mehr Menschen beim Einkaufen auch auf ökologische und ethische Aspekte achten.

Nachfolgend einige interessante Reportagen zum Thema Kaffee, die sich unter Anderem auch mit dem fairen Handel der Kaffeebohnen beschäftigen:

Um der Nachfrage gerecht zu werden und möglichst viele Kunden zu binden, möchten natürlich auch die großen Konzerne und Supermärkte von diesem Wandel profitieren. Heute findet man daher neben den konventionell hergestellten Lebensmitteln auch im Supermarkt zahlreiche Produkte mit dem Label "Fairtrade". Doch wie verlässlich sind all diese Label wirklich? Wie viel Augenwischerei wird hier betrieben? Die GEPA hat sich beispielsweise mittlerweile von dem offensichtlich teilweise etwas leichtfertig verliehenen Label "Fairtrade" der Organisation TransFair distanziert. GEPA-Kaffee wird übrigens auch schon seit den 80er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts nicht nur in den Weltläden, sondern auch in Supermärkten angeboten.

Auch andere Unternehmen, die sich ausschließlich dem fairen Handel verschrieben haben, tragen kein spezielles Fairtrade-Siegel.

Oromia Fair gehandelter Bio-Kaffee aus Äthiopien 100% Arabica von El Puente
Oromia
Fair gehandelter
Bio-Kaffee
aus Äthiopien
100% Arabica
von El Puente

Das Unternehmen Contigo schreibt beispielsweise auf seiner Internetseite, dass es die Verantwortung für die Einhaltung zugesagter Fairtrade-Bedingungen nicht an ein Zertifizierungsunternehmen abgeben möchte. Contigo setzt sich lieber selbst intensiv vor Ort für die Kaffeebauern in Übersee ein, siehe "Fairer Handel: Was ist das?"

Übrigens gibt es durchaus zahlreiche kleine Finca-Betriebe, die ihren eigenen Bio-Kaffee auch ohne Siegel ebenfalls ökologisch und ethisch absolut einwandfrei produzieren und vertreiben. Die Lizenzkosten für ein spezielles Siegel sind mitunter nämlich so horrend teuer, dass es sich kleine Betriebe einfach gar nicht leisten können, sich offiziell als Fairtrade-Partner lizensieren zu lassen. Fairer Handel funktioniert schließlich durchaus auch ohne spezielle Siegel. Schwarze Schafe gibt es ohnehin auf jeder Seite - egal ob mit oder ohne Siegel. Dank der globalen Vernetzung, zahlreicher öffentlicher Foren und aufdeckender Reportagen ist es heute jedoch aus meiner Sicht ein bisschen einfacher geworden, die schwarzen von den weißen Schafen zu unterscheiden.

Ein weiterer anerkannter Partner im Zusammenhang mit dem fairen Handel ist übrigens die dwp eG Fairhandelsgenossenschaft - ebenfalls ein Mitglied der WFTO (World Fair Trade Organization). Und  nicht zuletzt zählt die El Puente GmbH in Deutschland zu den Pionieren in der Fairhandelsbewegung.

Für höchste Qualität, Nachhaltigkeit und einen direkten Handel setzt sich auch die Christof Feichtinger GmbH ein. Christof Feichtinger bezieht seinen Kaffee direkt von Kleinbauernkooperativen, die dem Dachverband Fedecocagua R.L. angehören, der größten Kooperative in Guatemala. Christof Feichtinger hat sich außerdem dafür entschieden, die Kaffeebohnen bereits im Ursprungsland rösten zu lassen, um durch diesen Schritt ebenfalls Arbeitsplätze in Guatemala zu sichern.

Sicherlich gibt es neben den bereits genannten - aus meiner Sicht verlässlichen - Fairhandelspartnern, noch weitere faire Kaffeehändler, die zwar nicht lizensiert sind, aber dennoch Kaffee aus nachhaltigem Anbau und fairem Handel anbieten. Wenn du weitere Anbieter kennst, die unbedingt erwähnt werden sollten, lass es mich gerne wissen.



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