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Vitamin B12 - Cobalamin

Nährstoffgruppe: Vitamine
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Synonym(e): Kobalamin, Cobalamin

TAGESBEDARF Frauen Männer
laut DGE (14.10.2011) 3 µg 3 µg
Vitamin B12 - Cobalamin
pro 100 g bzw. pro
100 ml Lebensmittel
Rinderleber 65,00 µg
Kalbsleber 60,00 µg
Schweineleber 39,00 µg
Zungenwurst 34,60 µg
Krebs 27,00 µg
Hühnerleber 25,03 µg
Austern 14,60 µg
Feine Leberwurst 9,60 µg
Makrelen 9,00 µg
Hering 8,50 µg
Miesmuscheln 8,00 µg
Rauchfleisch 6,00 µg
Thunfisch 4,25 µg
Rotbarsch 3,80 µg
Seelachs 3,50 µg
Bratwurst 3,40 µg
Emmentaler 3,00 µg
Lachs 3,00 µg
Camembert 2,80 µg
Tilsiter 2,20 µg
Edamer 2,10 µg
Mozzarella 2,00 µg
Rumpsteak 2,00 µg
Hühnereier 1,86 µg
Schweineschnitzel 1,80 µg
Brie 1,70 µg
Mascarpone 1,40 µg
Alaska-Seelachs 1,20 µg
Gorgonzola 1,20 µg
Pangasius 1,00 µg
Chester 0,96 µg
Quark Magerstufe 0,88 µg
Quark 20% Fett 0,81 µg
Quark 40% Fett 0,72 µg
Putenbrust 0,52 µg
Kefir 0,50 µg
Joghurt 0,50 µg
Vollmilch 0,41 µg
Die Nährstoffangaben beziehen
sich, sofern nicht anderes
vermerkt, auf rohe Zutaten.

... schützt die Nerven und versorgt unser Blut

Das Vitamin B12 (Cobalamin) mit seinem Mitspieler Kobalt hält in erster Linie unsere Nerven in Schwung. Vitamin B12 ist an der Bildung einer feinen ölig-feuchten Schicht um unsere Nervenzellen beteiligt und ebenso schützt dieser wichtige Stoff unsere Nervenzellen vor Ablagerungen und Beschädigungen. Taubheitsgefühle und ein Kribbeln in den Gliedmaßen, Nervenschmerzen, Nervosität und Depressionen können ihre Ursache durchaus in einem Vitamin-B12-Mangel begründet finden. Auch unangenehme Ohrgeräusche (Tinnitus) können eine nervlich bedingte Ursache haben und durch Vitamin B12 gelindert werden.

Pro Tag benötigen wir nur 3 Mikrogramm des Vitamins B12, und doch wäre ein menschliches Leben ohne das Vitamin B12 undenkbar.

Eine der Hauptfunktionen des Vitamins B12 Kobalamin ist jedoch auch die Aktivierung des Vitamins B9 (Folsäure). Beide Vitamine sind für die Bildung unseres Blutes zuständig. Stehen unserem Körper nicht genügend dieser beiden Vitamine zur Verfügung, droht eine Blutarmut (Anämie). Menschen, die an Blutarmut leiden, haben zu wenig Sauerstoff im Blut, da nicht genügend rote Blutkörperchen produziert werden, die den Sauerstoff transportieren. Das hat zur Folge, dass man sich oft müde fühlt. Bis Mitte der 50er Jahre mussten diese Patienten große Mengen an Leber essen, da diese einen hohen Anteil an Vitamin B12 enthält. Erst im Jahre 1956 gelang die künstliche Herstellung von Vitamin B12.

Vitamin B12 ist außerdem dafür zuständig, den Homocysteinpegel unseres Blutes zu regulieren. Ist nicht ausreichend Vitamin 12 vorhanden, kann Homocystein nicht ausreichend abgebaut werden. Ein erhöhter Homocysteinspiegel wiederum hat Herzkrankheiten zur Folge. Auch Altersdepressionen und Demenz werden mit einem erhöhten Homocysteinpegel in Verbindung gebracht.

Ebenfalls günstig für unseren Blutfluss ist eine reibungslose Produktion von Karnitin, an dessen Herstellung Vitamin B12 ebenfalls beteiligt ist. Karnitin wiederum sorgt nämlich dafür, dass Fettmoleküle rechtzeitig aus unseren Blutbahnen herausgelöst werden, bevor sie zu lebensbedrohlichen Gefäßverschlüssen führen können.

Bei gesunden Menschen unter 65 Jahren kommt es nur ausgesprochen selten zu einem Vitamin-B12-Mangel. Das kommt daher, dass unsere Leber das Cobalamin für 10 bis 12 Jahre einspeichern kann und die Reserven ständig wieder aufgefüllt werden, solange man regelmäßig Fleisch, Fisch, Käse, Milcherzeugnisse oder Eier zu sich nimmt.

Ältere Menschen jedoch ab ungefähr 65 Jahren leiden recht häufig an einem Vitamin-B12-Mangel, da annähernd 50 % aller Menschen über 65 Jahren nicht mehr genügend Magensäure produzieren, die aber wiederum vonnöten ist, um das Vitamin B12 korrekt zu spalten und in der Leber einzuspeichern. Darüberhinaus benötigt das Vitamin B12, um in den Blutkreislauf zu gelangen, ein bestimmtes Eiweiß (den sogenannten Intrinsic Factor), das von der Magenschleimhaut gebildet wird. Bedauerlicherweise sind jedoch bei vielen älteren Leuten auch die Zellen der Magenschleimhaut geschwächt, so dass es auch bei der Produktion dieses Eiweißstoffes Nachschubschwierigkeiten gibt. Auf diese Weise leert sich der Vitamin-B12-Speicher leider schneller als neues Vitamin B12 eingespeichert werden kann. Die Folgen dieser mangelhaften Vitamin-B12-Verarbeitung äußern sich bei älteren Leuten dann leicht in Lern- und Konzentrationsproblemen, langsameren Reaktionszeiten sowie Altersdepressionen und einem geschwächten Gedächtnis.

Doch auch dieser altersbedingten Intrinsic-Factor-Schwäche kann mit Hilfe von Vitamin-B12-Präparaten abgeholfen werden. Allerdings sind bei dieser Art von Vitamin-B12-Mangel meist Vitamin-B12-Injektionen (Spritzen) notwendig. Informationen dazu erteilt dir dann gerne dein Hausarzt.


Jedoch können auch chronische Darmerkrankungen wie z.B. Morbus Crohn und verschiedene Medikamente (gegen Epilepsie, Gicht oder Verdauungsstörungen) zu einem Vitamin-B12-Mangel führen. Ebenso blockiert ein zu hoher Alkoholkonsum die Aufnahme von Vitamin B12.

Wer Vitamin-B12-Präparate zu sich nimmt, sollte gleichzeitig auch auf seinen Folsäure-Spiegel achten. Die beiden Stoffe sollten stets in ausgewogener Weise im Körper zur Verfügung stehen. Ein gut abgestimmtes Kombi-Produkt (Vitamin B12 + Folsäure) ist hier die praktischste Lösung.

Problematisch wird die Vitamin-B12-Versorgung bei Veganern, die gar keine tierischen Lebensmittel zu sich nehmen - also auch keine Eier, keinen Käse und keine Milchprodukte. Der Verzehr von Algen und Seetang oder milchsauer vergorenen pflanzlichen Nahrungsmitteln wie z.B. Sauerkraut oder Brottrunk können hier eventuell als Vitamin-B12-Spender herangezogen werden. Wer jedoch auch diese Alternativen als Veganer nicht ernsthaft in Betracht ziehen möchte, sollte unbedingt auf ein Vitamin-B12-Präparat zurückgreifen, um seinen Tagesbedarf entsprechend zu decken. Pflanzliche Nahrung spielt bedauerlicherweise für die Deckung des Tagesbedarfs an Vitamin B12 überhaupt keine Rolle, da Pflanzen derart wenig Kobalamin enthalten, dass es nicht der Rede wert ist.

Anzeichen einer Störung des Vitamin B12-Haushaltes

  • Zentrales Nervensystem
    Aggressivität, Gereiztheit, Depressionen, Verwirrung, Gedächtnisstörung
     
  • Peripheres Nervensystem
    An den Händen und Füßen empfindet man ein Taubheits- oder Kribbelgefühl, unsicherer Gang, die Muskulatur ist schlecht zu koordinieren.
     
  • Augen
    verminderte Sehfähigkeit und blinde Flecken
     
  • Blut
    Eine Blutarmut (Anämie) vermindert die Konzentrationsschwäche und hat Kurzatmigkeit, Schwäche und Müdigkeit zur Folge.
     
  • Verdauungstrakt
    Im gesamten Verdauungssystem führt eine Zellschwäche zu Entzündungen im Mundbereich und kann eine raue Zunge zur Folge haben. Des Weiteren kann es zu Appetitlosigkeit und damit zu einem Gewichtsverlust kommen sowie zu einer Verstopfung.


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Quellen und Weiterführende Literatur

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