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Weizenkeime

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Weizenkeime sind ausgesprochen nahrhaft und gesund. Sie enthalten jede Menge Eiweiß, Fett und Vitamine. Weizenkeime sind im Prinzip, was die Nährstoffdichte angeht, der wertvollste Teil eines Weizenkorns. Besonders hervorzuheben ist hierbei eine große Portion natürliches Vitamin E und viel pflanzliches Eiweiß, das für den Erhalt und Wachstum unserer Muskeln wichtig ist. Aber auch Folsäure - wichtig für Nerven, Wachstum und Blutbildung - ist in Weizenkeimen reichlich enthalten.

Darüber hinaus kann der regelmäßige Verzehr von Weizenkeimen sogar die Alterung bremsen. Zu verdanken haben wir diese lebensverlängernde Eigenschaft dem Inhaltsstoff Spermidin, der in Weizenkeimen in großen Mengen vorkommt. Neben der Anti-Aging-Wirkung hilft das Spermidin außerdem vorbeugend gegen Gedächtnisschwund und Demenz wie du in einem Artikel der Uni Graz nachlesen kannst.

Weizenkeime (gemahlen)
Weizenkeime (gemahlen)
*

Die Weizenkeime, die nur einen winzigen Teil des reifen Weizenkorns ausmachen, sitzen wie kleine Zipfelchen an der Spitze eines Weizenkorns. In ihnen steckt der fruchtbare Keimling, ohne den kein neuer Weizen heranwachsen könnte. Ein Weizenkorn besteht im Wesentlichen aus folgenden drei Teilen:

  • Mehlkörper (90% Gewicht des Weizenkorns)
  • Frucht- und Samenschale (Weizenkleie)
  • Keimling (2-3% Gewicht des Weizenkorns)

Wenn du in der Google-Bildersuche die Begriffe Weizenkorn und Querschnitt eingibst, findest du jede Menge aufschlussreiche Zeichnungen.

Doch obwohl die Weizenkeime so viele tolle Eigenschaften mit sich bringen, werden sie bei der industriellen Herstellung von Mehl für gewöhnlich in einem aufwändigen Verfahren vom Weizenkorn getrennt und landen leider nicht in unserem Auszugsmehl. Der Grund hierfür ist recht simpel. Weizenkeime sind sehr ölhaltig. Würde man sie mitsamt dem Mehlkörper vermahlen, wäre das Mehl anschließend nicht besonders lange haltbar, da die ölhaltigen Keimlinge das Mehl schneller ranzig werden lassen. Das Mehl müsste dann folglich relativ zügig verbraucht werden.

Die im Handel angebotenen Weizenkeime sind also im Prinzip eine Art Abfallprodukt, das bei der Mehlherstellung anfällt - ähnlich wie die Weizenkleie. Da die vom Mehlkörper getrennten Keimlinge jedoch aufgrund ihrer wertvollen Inhaltsstoffe zu schade wären, um sie achtlos wegzuwerfen, werden die geschroteten Weizenkeime separat verkauft oder in der Ölmühle zu Weizenkeimöl weiterverarbeitet.


Wie schmecken Weizenkeime und welche Gerichte lassen sich damit verfeinern?

Weizenkeime besitzen neben dem typischen Mehlaroma einen leicht süßlichen und nussartigen Geschmack. Man kann sie hervorragend unter Joghurt, ins Müsli oder in einen Obstsalat rühren. Um in den Genuss der ganzen Palette gesunder Inhaltsstoffe zu gelangen, sollten Weizenkeime im Idealfall nicht erhitzt, gekocht oder gebacken werden. Ihr volles Wirkungsspektrum entfalten sie nur in roher Form.

Man kann die Weizenkeime selbstverständlich auch beim Brotbacken und Kuchenbacken prima unter den Brotteig kneten. So lassen sich Mehlkörper und Weizenkeim wieder zusammenfügen. Allerdings verlieren die Weizenkeime durch den Backvorgang bedauerlicherweise einen Teil ihrer wertvollen Inhaltsstoffe. Beim Brotbacken kannst du auf eine Menge von 500 Gramm Mehl großzügig 2-3 gehäufte Esslöffel Weizenkeime hinzufügen. Alternativ kannst du natürlich zum Brotbacken auch direkt ganze Weizenkörner kaufen und diese selbst vor dem Backen mahlen, dann landen die Weizenkeime automatisch im Brotteig. Ordentliche Getreidemühlen haben allerdings einen recht stolzen Preis, daher bin ich persönlich bisher noch nicht zum Selbermahlen meines Mehls übergegangen.

Wo kann man Weizenkeime kaufen?

Weizenkeime gibt es nicht nur im Reformhaus oder im Drogeriemarkt zu kaufen. Du findest sie eigentlich in jedem halbwegs gut sortierten Supermarkt. Ich habe sie bislang meistens in der Müsli-Ecke entdecken können, bzw. dort, wo auch Haferflocken oder ganze Getreidekörner in den Regalen stehen.

Dafür dass Weizenkeime wahrlich zu den absoluten und darüber hinaus heimischen Super-Foods gezählt werden können, sind sie übrigens mit einem Preis von maximal 2 Euro pro Paket ausgesprochen günstig.

Du kannst die Weizenkeime selbstverständlich auch online im Internet bestellen. Mittlerweile sind zunehmend immer mehr Supermärkte online im Web vertreten. Auf der Website von Edeka Bleise findest du beispielsweise die Weizenkeime aus der Schapfenmühle im Angebot.

Wie viele Weizenkeime darf man am Tag verzehren?

Weizenkeime haben mit 360 kcal pro 100 Gramm eine relativ hohe Energiedichte. Es versteht sich also von selbst, dass man nicht gleich ein ganzes Paket Weizenkeime pro Tag verzehren sollte.

Eine normale tägliche Verzehrmenge liegt vielmehr bei 1-5 Esslöffeln voller Weizenkeime.

1 Esslöffel = ca. 10 Gramm Weizenkeime



Nährstoffe je 100 g/ml Weizenkeime

Brennwert
360 kcal (1507 kJ)
Tagesbedarf m/w
17,7 g
30 / 30 g
6 µg
30-100 / 30-100 µg
8,5 mg
10 / 15 mg
32 g
59 / 47 g
10,5 g
0,14 mg
3,1 / 3,8 mg
1,1 mg
1-1,5 / 1-1,5 mg
250 mg
350 / 300 mg
16 mg
2-5 / 2-5 mg
39 µg
50-100 / 50-100 µg
110 µg
30-70 / 30-70 µg
2 mg
1,2 / 1 mg
9 mg
16 / 13 mg
17 µg
30-60 / 30-60 µg
520 µg
400 / 400 µg
26 mg
14 / 12 mg
131 µg
70 / 60 µg
17 mg
10 / 7 mg


Hinweis zu den Nährstoffangaben:
Der Nährstoffgehalt frischer Lebensmittel kann je nach Sorte, Reifegrad oder Zubereitungsart stark schwanken. Daher handelt es sich bei der Angabe der Nährstoffangaben stets nur um grobe Richtwerte.

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Quellen und Weiterführende Literatur

2 Kommentare zu diesem Artikel

matthies manfred schrieb am 05.07.2017 um 14:29 Uhr

Ich mache jeden Morgen 30 Gramm in mein Müsli ...

Emmy Scholz schrieb am 02.08.2016 um 04:08 Uhr

Der Artikel gefällt mir sehr gut, er ist nicht verschönt, sondern es steht alles drin, was mich interessiert, nach meiner Darm-Krebs-OP haben die Weizenkeime mich wieder hoch gebracht.
Danke dafür. E.Sch.



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