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Lebensmittelgruppe: Heimisches und Exotisches Obst

Mandarinen

Synonym(e): Mandarinchen

Clementinen aus Spanien saftige, kernlose Früchte
Clementinen aus Spanien
saftige, kernlose Früchte


Die Mandarine (bot. Citrus reticulata) wurde erstmals im 12. Jahrhundert schriftlich erwähnt. Ihren Ursprung vermutet man im Grenzgebiet zwischen Indien und China. Der Name "Mandarine" ist zurückzuführen auf die Mandarin, die einstmals hohen chinesischen Würdenträger, deren Staatstracht die gleiche Farbe aufwies wie die Frucht.

Auch aus Japan gibt es sehr frühe Berichte über den Mandarinenanbau. Dort ist sie auch heute noch die meist angebaute Zitrusfrucht. In den Mittelmeerraum hingegen gelangte die Mandarine erst Anfang des 19. Jahrhunderts. In den Mittelmeerländern wird sie auch heute noch angebaut, ebenso in Nord- und Südamerika, Südafrika, Australien und Südostasien.
Bekannte Mandarinen-Sorten
Clementine
Die Clementine ist eine Zufallskreuzung aus der Mandarine und der Pomeranze. Sie wurde 1912 im Garten des Pierre Clément entdeckt, der als Trappistermönch in der Nähe von Oran/Algerien lebte. Es gibt Clementinen ohne Kerne und solche mit bis zu 10 Kernen. Sie enthalten mehr Zucker und weniger Säure als Mandarinen und schmecken besonders Kindern sehr gut. Das ätherische Öl der Clementine soll die Konzentrationsfähigkeit steigern.
Satsuma
Satsumas sind kernarm bis kernlos. Im Vergleich zu anderen Marinen-Sorten schmecken sie häufig recht fade.
Tangerine
Die kernarme Tangerine ist eine der kleinsten Mandarinen. Ihren Namen verdankt sie wohl dem Umstand, dass einst alle Tangerinen aus Marokko komplett über die Hafenstadt Tanger (im Nordwesten von Marokko) verschifft wurden. Die Tangerine mit ihrer recht dünnen Schale enthält sehr viel säurearmen Saft. Die Schalen der Tangerine bilden die Grundlage für den bekannten Orangenlilör 'Curacao'.


Obwohl die Mandarine zu den Zitrusfrüchten zählt, enthält sie weniger Vitamin C als man denken sollte. Dafür weist sie jedoch einen recht bemerkenswerten Gehalt an Vitamin A und vor allem auch an Kalium und anderen Mineralstoffen auf. Sie ist daher perfekt zur Stärkung der Abwehrkräfte und des Kreislaufsystems geeignet.

Mandarinchen - wie die kleinen Zitrusfrüchten auch genannt werden - kommen bei uns vorwiegend in den Wintermonaten auf den Markt. Zwar werden sie schon vollreif geerntet, aber sie lassen sich gut bei Zimmertemperatur noch bis zu 7 Wochen aufbewahren.

Neben ihrem kulinarischen Einsatzzweck sind Mandarinen - oder vielmehr ihre stark aromatische Schale - auch in der Parfümindustrie als Duftstoff sehr begehrt.






Quellen und Weiterführende Literatur
» Das große Früchte- und Gemüselexikon
» Ulmers großes Obst & Gemüse Buch








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