Tatarenhut-Fondue

Tatarenhut-Fondue aus feuerfestem, emailliertem Stahl Grillvergnügen am Tisch
Tatarenhut-Fondue
aus feuerfestem, emailliertem Stahl
Grillvergnügen am Tisch
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Das Tatarenhut-Fondue lernten wir vor vielen vielen Jahren während eines Ski-Urlaubs in Österreich kennen. Das Tatarenhut-Essen aus dem Reich der Erlebnis-Gastronomie wurde dort auf einer Skihütte in Hochfilzen in der Nähe von Fieberbrunn angeboten und hat uns völlig fasziniert. Am liebsten hätten wir gleich vor Ort einen solchen Tatarenhut gekauft, um dieses Erlebnis auch zu Hause mit Freunden genießen zu können. Den Hut gab es aber damals nur in der Schweiz zu kaufen ... also haben wir ihn später online übers Internet bestellt.

Besonders gut gefällt mir am Tatarenhut-Fondue, dass man als Gastgeber ganz gemütlich vor dem Eintreffen der Gäste alles vorbereiten kann und dann ... gemeinsam mit den Gästen ... die Tafelrunde einfach nur genießen kann :-)

Der Tatarenhut sieht aus wie ein schwarzer, glänzender Hut mit einer breiten Krempe ... während in dieser Krempe Suppengemüse und Brühe schwimmen, werden an den Hut flachgeschnittene, kleine Fleischstücke zum braten gehangen, was dank vieler kleiner aus dem Hut herausgebogener Haken problemlos möglich ist. Während des Bratvorgangs läuft der Bratensaft nach und nach mit in die Suppe, die dadurch von Stunde zu Stunde immer schmackhafter wird. Die Suppe wird übrigens ganz unkonventionell zwischendurch mit Löffeln direkt aus der Krempe gelöffelt und regelmäßig nachgefüllt.

Da man den Tatarenhut nicht ganz so häufig sieht wie ein normales Fondue oder ein Raclette, konnten wir bislang immer wieder verschiedene Freunde mit diesem Tischgerät überraschen, die dann ebenfalls völlig begeistert waren von diesem kulinarischen Essvergnügen, das nicht zuletzt wegen der Rauchentwicklung ein wenig an ein Lagerfeuer erinnert ;-)

Die einzigen beiden Mankos, die ein Tatarenhut mit sich bringt, ist die heftige Rauchentwicklung während des Bratens und der anschließende mühsame Reinigungsvorgang des Hutes. Da wir aber nicht jeden Monat ein Tatarenhut-Essen veranstalten, sind diese beiden Punkte durchaus zu verkraften ;-) Die Sache mit dem duftintensiven Qualm lösen wir dadurch, dass wir den Tatarenhut grundsätzlich nur im Wintergarten aufbauen ... da stört es uns dann nicht, wenn der Geruch 3-4 Tage hängen bleibt *grins* ...

Elektro-Tatarenhut mit Raclette-Pfännchen
Elektro-Tatarenhut
mit Raclette-Pfännchen
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Während wir den klassischen Tatarenhut mit 3 Pastenbrennern besitzen, haben sich Freunde von uns einen Elektro-Tatarenhut angeschafft, der gleichzeitig auch als Raclette genutzt werden kann. Darüber hinaus besitzt der Hut des Elektro-Tatarenhutes eine Antihaftbeschichtung, die das Reinigen erleichtert und auch die Rauchentwicklung ist hier nicht ganz so stark wie bei dem klassischen Gerät ... allerdings verliert sich durch die fehlenden Flammen auch die romantische Lagerfeuerstimmung. Wir erfreuen uns daher weiterhin lieber an der klassischen Variante des Tatarenhutes und nehmen dafür die mühsame Reinigung in Kauf ;-)

Welche Zutaten passen zum Tatarenhut-Fondue?

Man rechnet pro Person ca. 200 Gramm gemischtes Fleisch. Wir bieten für gewöhnlich Rind (Rinderfilet, Rinderrouladen, Rinderhüfte oder Entrecôte), Schwein (Schweinefilet, Schnitzel oder Frühstücksspeck) und Geflügel (Putenbrustfilet oder Hähnchenbrustfilet) an. Du kannst nach Belieben selbstverständlich auch Kalb, Lamm, Wild oder Leber anbieten oder für Fischliebhaber auch Fisch oder Meeresfrüchte. Ich würde wohl Fleisch und Fisch nicht unbedingt mischen, da es nicht selten wenigstens eine Person am Tisch gibt, die keinen Fisch mag und da der Bratensaft ja in die Suppe träufelt, die später von allen gelöffelt wird, ist der Fischgeschmack dann vielleicht nicht so passend für alle.

Das Fleisch kann im Vorfeld mariniert werden oder erst nach dem Braten gewürzt werden. Wir ziehen letztere Methode vor und bieten dazu meist neben Salz und Pfeffer auch noch ein Steakgewürz an. Zusätzlich stehen bei uns viele verschiedene Soßen auf dem Tisch so wie man es auch vom Fondue oder Grillen kennt: Curry-Soße, Chili-Soße, Barbecue-Soße, Knoblauch-Soße, etc. ...



In die Hutkrempe kommt kleingeraspeltes Suppengemüse (Möhren, Sellerie, Lauch) oder nach Belieben auch flach geschnittene Scheiben Champignons. Das Ganze wird dann mit nicht zu stark dosierter Bouillon oder Gemüsebrühe aufgegossen.

Als Beilagen eigenen sich Baguette mit Kräuterbutter und/oder Aioli, Knoblauchbrot, Oliven, Peperoni, Gurken, etc. ... Wir bauen dazu auch gerne ein kleines Salat-Buffet aus grünen Salaten auf, verschiedene Öl- und Essigflaschen, rote und weiße Zwiebeln, ein Mix aus verschiedenen Kernen (Pinienkerne, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne), Maiskörner, Sirup, etc. ... an diesem kleinen Salatbuffet kann sich dann zwischendurch jeder selbständig bedienen und seine eigene Salatkreation zusammenstellen. Der Vorteil ist, dass der Salat dann nicht so schnell zusammenfallen kann als wenn man ihn schon vorher mit Öl und Essig anmacht.



Tatarenhut Rustica mit Feuerkorb
Tatarenhut Rustica mit Feuerkorb
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Die dritte Variante des Tatarenhutes wird statt mit 3 Pastenbrennern durch einen unter dem Hut befestigtem Feuerkorb betrieben, in den Holzkohle gelegt wird wie bei einem Grill.

Diese ganz und gar rustikale Version haben wir bislang allerdings noch nicht persönlich kennengelernt. Ich vermute, dass die Rauchentwicklung noch stärker sein wird als bei der klassischen Variante, so dass dieses kulinarische Erlebnis wohl besser im Sommer draußen auf der Terrasse stattfinden sollte ;-) Interessant klingt es aber allemal *nick*nick*




5 Kommentare zu diesem Artikel

Dieter schrieb am 15.12.2017 um 22:19 Uhr

Hi Tonia,
vielen Dank für deine superschnelle Reaktion.
Ja, vielleicht liegt es wirklich an meiner Ungeduld: "So dünne Dinger durch die man die Zeitung lesen kann - die KÖNNEN doch nicht lange brauchen...". Ehhh ja! Aber in den 4 Raclette-Pfännchen unter dem Hut da läßt man das Gargut ganz schön lange bruzzeln. Ich glaube, darin steckt schon der Widerspruch, den du so elegant aufgedeckt hast.
Weil Kontinente uns trennen, das Band der Freundschaft aber dick geflochten ist sehen wir (8 Personen) uns längst nicht jedes Jahr. Diesmal habe ich eingeladen - und da soll alles weitestgehend perfekt sein. Zur Probe werde ich ein benachbartes Ehepaar mit Tochter und Sohn als Testesser einladen. Da werde ich deine Vorschläge postwendend umsetzen.
Übrigens deine Tips an Sylvia sind auch weiß Gott nicht ohne. Das über-Nacht einweichen lassen praktiziere ich gleich von Beginn an. Doch wie man dann den immer noch renitenten Fetzen den Garaus macht - einfach Klasse!
Nochmals ganz herzlichen Dank sowie ein friedvolles Weihnachtsfest und die besten Wünsche für 2018
Dieter

Tonia schrieb am 15.12.2017 um 15:41 Uhr

Hallo Dieter :-)

wir haben unseren Tatarenhut nun tatsächlich schon ganzes Weilchen nicht mehr angeschmissen, aber ich meine mich zu erinnern, dass wir den Hut mit gar nichts vorher eingeschmiert haben - weder mit Öl, noch mit Schmalz noch mit Fett ...

Ob es nun daran liegt, dass wir nicht mit extra Fett arbeiten oder ob du vielleicht einfach ein klitzekleines bisschen zu ungeduldig bist, kann ich jetzt gar nicht sagen. Bei uns ist es jedenfalls eher so, dass ich die Stücke nicht schnell genug umdrehe und sie sich dann ganz von alleine lösen, hinunter in die Brühe rutschen und ich dann eine Angel auswerfen muss, um sie wieder einzufangen ;-)

Wenn Fetzchen hängen bleiben, könnte es tatsächlich sein, dass du zu schnell versuchst, die Fleisch-Läppchen zu wenden. Dann könnte ein ähnlicher Effekt auftreten wie beim Braten von Steaks in einer Edelstahlpfanne. Da musst du auch warten bis sich das Stück Fleisch von alleine wieder vom Boden löst, bevor du es wenden kannst.

Viel Erfolg beim nächsten Tatarenhut-Abend :-)

viele Grüße
Tonia :-)

Dieter schrieb am 15.12.2017 um 13:25 Uhr

Hallo in weitem Rund,
hoffentlich besucht auch nach 2013 noch jemand dieses Forum.
Mein Problem: Das Grillgut klebt an der Wand fest. Ich habe sie eingefettet mit Rapsöl, Weizenkeim-, stinknormalem Schmalz wie auch mit Butterfett. Alles hilft nicht wirklich - immer bleiben einzelne Fetzen einfach kleben.
Ich liebe das Beisammensein in gemütlichem Kreis mit leckeren Häppchen. Doch dieses Handicap stört mich ungemein. Weiß eine kluge Hausfrau (oder auch -mann) einem hilflosen Genießer DEN Rat?
Dieter

Tonia schrieb am 23.12.2013 um 09:11 Uhr

Hallo Sylvia :-)

also zunächst mal weichen wir den Tatarenhut nach dem Essen direkt in heißem Spüliwasser ein ... dann löst sich über Nacht schonmal der erste Schmutz von alleine.

In der zweiten Runde rücke ich ihm dann mit Backofenspray und einem Scheuerschwamm zuleibe.

Ganz hartnäckige Fleckchen bekomme ich dann in Runde 3 mit einem Stahlschwamm (Stahlwolle) oder Akopads weg. Bislang hat unser Tatarenhut diese zugegebenermaßen etwas rabiate Behandlung auch immer gut vertragen und ist anschließend wieder in seinem alten Glanz erstrahlt *grins*

liebe Grüße
und fröööööhliche Weihnachten

Tonia :-)

Sylvia Melcher schrieb am 22.12.2013 um 22:31 Uhr

Ich finde den Tartarenhut auch perfekt, es schmeckt lecker und alle sind begeistert.
Meine Frage: wie reinigt ihr den hut damit er wieder so schön glänzt?
Ich schaff es nichtt gescheit.
Danke für die Antwort

Sylvia



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